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Bild und Film – 01.12.2016

Wie in allen Bildern von Silke Schoener steht das gemalte Motiv unverbunden und abrupt auf der nicht bemalten weißen Leinwand.

Malerei und weiße Fläche sind zu sehen.

Auf dem frei gelassenen weißen Bildraum wird eine sich im Film bewegende Person auf die Leinwand projiziert.

Nicht ihre persönliche Geschichte ist der Inhalt, sondern wie sie sucht und spürt. Sie zirkelt um sich selber, steht, läuft im kleinen Kreis, hockt sich hin und taucht ihre Hände in die weiße unbemalte Fläche.

Die Bildatmosphäre entfacht ein großer kunstvoll gemalter Baum, der bei Tageslicht wie in der Natur zu sehen ist. Wird es Abend und die Dunkelheit legt sich über den gemalten Baum, wird die Lichtprojektion von der Person sichtbar, die in die weiße, aber nun dunkle Fläche hinein spürt.

Der Betrachter ist eingeladen durch die Identifikation mit der gefilmten Person, das Bild und sich selber in aller Ruhe wahrzunehmen.

Performer: Christina Weiser        Videograf: David Worm www.dwfotografie.de